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COINFILM

Liebe schwarz weiss

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Liebe schwarz weiss

Liebe schwarz weiss

Liebe schwarz weiss

Alle Filme sind auch als DVD käuflich über COIN FILM zu erwerben. Bitte kontaktieren Sie uns direkt per Email.

2001, TV-Dokumentarfilm, Buch / Regie: Britta Wandaogo, 45 Min. DV
Ein Jahr aus dem Alltag eines deutsch-afrikanischen Liebespärchens in Köln.

Produktion ICON FILM (ab 07/07 COIN FILM)
im Auftrag WDR / Redaktion "Menschen hautnah", Enno Hungerland
Erstausstrahlung 05.03.2001 - 22.30 Uhr - WDR Fernsehen
Festivals Festival Insel Poel 2001, Infernale Berlin 2001, Duisburger Filmwoche 2001

  • weitere Infos: www.liebeschwarzweiss.de, www.menschen-hautnah.de
    Fotos: www.liebeschwarzweiss.de/bildmaterial.html
  • Inhalt

    Christine (23) und Natalie (25) lieben afrikanische Männer und träumen von einem glücklichen Familienleben. Aber ihre Beziehungen schwanken zwischen „Trautes Heim“ und „Eifersucht“ und ihr junges Mutterglück hält nicht lange an. Nach der ersten Folge „Liebe schwarz weiss“ (2001) hat die Kölner Filmemacherin Britta Wandaogo auch während der letzten zwei Jahre die beiden Frauen in Köln weiter begleitet. Kindererziehung und Alltagsstress stehen auf der Tagesordnung. Wer trägt die Verantwortung für die Kinder, wer bleibt zu Hause, wer geht in die Disco. Die Kinder Hakim (5) und Jamal (4) werden zwischen den Beziehungskonflikten groß. Doch die Liebe hält nicht stand, Tränen und Geschrei gehören zum Alltag, die Trennung steht ins Haus. Aus verliebten Paaren werden allein erziehende Mütter. Die Suche nach dem Traummann bleibt trotzdem bestehen. Die Hoffnung auf ein glückliches Leben haben die beiden Frauen nicht aufgegeben.

    Die erste Folge „Liebe schwarz weiss“ wurde mit dem Civismedienpreis und dem Deutschen Sozialpreis ausgezeichnet. Mittlerweile ist daraus eine Langzeitbeobachtung geworden. Die Filmemacherin Britta Wandogo porträtiert mit unverfälschter Kamera die Innenansicht einer jungen deutsch-afrikanischen Alltagskultur mitten in Köln (Produktion COIN FILM).

  • Preise

    2002 Deutscher Sozialpreis
    2001 Civismedienpreis / Sparte Information

    CIVISMEDIENPREIS 2001 / Sparte ‚Information’
    Leben in der kulturellen Vielfalt - gegen Rassismus und Ausgrenzung
    Auszug aus der Jurybegründung:

    (...) Der Film verwebt Heiterkeit, Melancholie, Leidenschaft, Liebe und Politik ohne jemals didaktisch zu werden. Die O-Töne bleiben unkommentiert, die Hauptdarsteller erzählen ihre Geschichte und ihre alltäglichen Geschichten. Ihre Freude, ihre Wut, Lust und Frust am Leben stecken die Betrachter an. Die Autorin verliert dennoch nie die Distanz zu ihrer Story und schafft es gerade deshalb die Zuschauer mitzunehmen. „Liebe schwarz-weiss“ – eine Geschichte nicht über kulturelle Unterschiede, sondern über Menschen, deren unterschiedliche Herkunft das Leben reicher macht: reicher an Erfahrungen, reicher an Gefühlen und natürlich auch an Problemen. Kulturelle Vielfalt eben. (...) „Ich sehe eine Annäherung der Kulturen nur gewährleistet, wenn man die Thematik inhaltlich nicht mit einem Sonderstatus belegt. So war mir wichtig, ein ganz „normales“ Jugend–Leben mit all seinen Spannbreiten an Emotionen und Konflikten, als Ausgangspunkt der filmischen Arbeit zu stellen“. britta wandaogo

    DEUTSCHER SOZIALPREIS 2002 / Sparte TV
    Laudatio von Jürgen Gohde,
    Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege:

    Der diesjährige Medienpreis in der Sparte TV wird an Frau Britta Wandaogo verliehen für ihren Fernsehbeitrag „Liebe Schwarz-Weiss“. Der Autorin ist es gelungen, die Protagonisten selbst sprechen zu lassen - Original-Töne lässt sie unkommentiert. Dadurch gelingen ihr sehr persönliche und authentische Einblicke in den Alltag des Paares. Das gekonnte Zusammenspiel aus Alltagssituationen, intensiven Gesprächen und dem Humor der Protagonisten zeigt, trotz aller Probleme, witzige Momente – getragen von der Energie und dem Selbstbewusstsein seiner Hauptakteure. Britta Wandaogo ist es gelungen, das vielschichtige Potpourri aus kulturellen Unterschieden, sozialer Herkunft, politischer und gesellschaftlicher Akzeptanz - und letztlich Liebe und Toleranz – spielerisch in einem Film umzusetzen. Ein besonderes Lob spricht die Jury der gekonnten Kameraführung aus. Die Kamera ist Teil des Geschehens, fängt scheinbar Unwichtiges auf – und unterstreicht damit die Echtheit und Modernität des Beitrages. Die sensible Machart des Berichts vermeidet Klischees und eine voyeuristische Perspektive. An keiner Stelle entsteht das Gefühl, dass die Protagonisten vorgeführt werden. Gerade diese gekonnte Balance zwischen Emotionen und Sachlichkeit berührt den Zuschauer. Ein herausragender und mutiger Film.