Bomben, wütende bärtige Männer, verschleierte Frauen – der Irak von heute. Dagegen stehen Bilder aus den 50er und 60er Jahren: Frauen, die studieren und elegant gekleidete Männer in Bagdad, einer modernen Stadt. Eine globalisierte irakische Familie im Exil erzählt, wie es soweit kommen konnte.Wütende Kriegserklärungen bärtiger Männer. Autobomben. Schluchzende Frauen in schwarzen Umhängen. Zerstörte, staubige Landschaften. Bilder westlicher Nachrichten aus dem Irak von heute. Dem gegenüber stehen Erinnerungen einer Familie aus den 50er bis 70er Jahren: Frauen in schicken
Kleidern studieren an der Universität und werden von zuvorkommenden Männern in eleganten Anzügen begleitet. Überall ist moderne arabische Musik zu hören. Die Kinos zeigen amerikanische, indische und arabische Filme. Trotz Demonstrationen und Kritik an der kolonialen Tradition des Westens dominierte ein ausgeprägter Glaube an den Fortschritt und die Teilhabe an der modernen Welt.
Fünfzig Jahre später ist davon nichts mehr geblieben. Heute lebt jeder fünfte Iraker in der Diaspora.

Der Filmemacher Samir – im Irak geboren, in der Schweiz aufgewachsen – erzählt die Geschichte seiner irakischen Familie, die verstreut auf der ganzen Welt in Auckland, Moskau, Paris, London und Buffalo (NY) lebt. Seine Familie schildert den Traum von Moderne, gesellschaftlichem Fortschritt und dem Wunsch nach Freiheit.

Koproduktion Dschoint Ventschr Filmproduktion / CH
Weltpremiere
Toronto IFF 2015
Verleih NFP marketing & distribution*
Kinostart 14. Januar 2016

2015 | Kino-Dokumentarfilm | 90 Min. | DCP

Team

Buch/Regie Samir
Kamera Lukas Strebel u.a.
Montage Sophie Brunner u.a.
Musik Maciej Sledziecki
Redaktion WDR | Jutta Krug
Produzenten Joel Jent
Koproduzenten Herbert Schwering, Christine Kiauk

 

Protagonisten

Samira Jamal Aldin – Tante Auckland
Sabah Jamal Aldin – Onkel London
Jamal Al Tahir – Cousin Moskau
Tanya Uldin – Cousine von Samir
Souhair Jamal Aldin – Halbschwester von Samir



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