Preise
- civismedienpreis
2001
- Deutscher Sozialpreis
2002
CIVISMEDIENPREIS 2001
/ Sparte ‚Information’
Leben in der kulturellen
Vielfalt - gegen Rassismus
und Ausgrenzung
Auszug aus der Jurybegründung:
(...) Der Film verwebt
Heiterkeit, Melancholie,
Leidenschaft, Liebe
und Politik ohne jemals
didaktisch zu werden.
Die O-Töne bleiben
unkommentiert, die Hauptdarsteller
erzählen ihre Geschichte
und ihre alltäglichen
Geschichten. Ihre Freude,
ihre Wut, Lust und Frust
am Leben stecken die
Betrachter an. Die Autorin
verliert dennoch nie
die Distanz zu ihrer
Story und schafft es
gerade deshalb die Zuschauer
mitzunehmen. „Liebe
schwarz-weiss“
– eine Geschichte
nicht über kulturelle
Unterschiede, sondern
über Menschen,
deren unterschiedliche
Herkunft das Leben reicher
macht: reicher an Erfahrungen,
reicher an Gefühlen
und natürlich auch
an Problemen. Kulturelle
Vielfalt eben. (...)
„Ich sehe eine
Annäherung der
Kulturen nur gewährleistet,
wenn man die Thematik
inhaltlich nicht mit
einem Sonderstatus belegt.
So war mir wichtig,
ein ganz „normales“
Jugend–Leben mit
all seinen Spannbreiten
an Emotionen und Konflikten,
als Ausgangspunkt der
filmischen Arbeit zu
stellen“. britta
wandaogo
DEUTSCHER SOZIALPREIS
2002 / Sparte TV
Laudatio von Jürgen
Gohde,
Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft
der Freien Wohlfahrtspflege:
Der diesjährige
Medienpreis in der Sparte
TV wird an Frau Britta
Wandaogo verliehen für
ihren Fernsehbeitrag
„Liebe Schwarz-Weiss“.
Der Autorin ist es gelungen,
die Protagonisten selbst
sprechen zu lassen -
Original-Töne lässt
sie unkommentiert. Dadurch
gelingen ihr sehr persönliche
und authentische Einblicke
in den Alltag des Paares.
Das gekonnte Zusammenspiel
aus Alltagssituationen,
intensiven Gesprächen
und dem Humor der Protagonisten
zeigt, trotz aller Probleme,
witzige Momente –
getragen von der Energie
und dem Selbstbewusstsein
seiner Hauptakteure.
Britta Wandaogo ist
es gelungen, das vielschichtige
Potpourri aus kulturellen
Unterschieden, sozialer
Herkunft, politischer
und gesellschaftlicher
Akzeptanz - und letztlich
Liebe und Toleranz –
spielerisch in einem
Film umzusetzen. Ein
besonderes Lob spricht
die Jury der gekonnten
Kameraführung aus.
Die Kamera ist Teil
des Geschehens, fängt
scheinbar Unwichtiges
auf – und unterstreicht
damit die Echtheit und
Modernität des
Beitrages. Die sensible
Machart des Berichts
vermeidet Klischees
und eine voyeuristische
Perspektive. An keiner
Stelle entsteht das
Gefühl, dass die
Protagonisten vorgeführt
werden. Gerade diese
gekonnte Balance zwischen
Emotionen und Sachlichkeit
berührt den Zuschauer.
Ein herausragender und
mutiger Film.
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