Inhalt
In einem kirgisischen
Dorf herrscht große
Unzufriedenheit: Renten
werden zurückgehalten,
Gelder fließen
nicht wie erwartet,
jeder versucht seine
eige-nen Geschäfte
zu regeln, notfalls
auch unter der Hand,
der Kommunismus findet
noch immer Anhänger
und regelmäßig
ist der Viehdieb Taschmat
am Werk, dem der Dorfpolizist
Salamat nachstellt.
Dass das alles nicht
mehr viel mit Gerechtigkeit
zu tun hat, erscheint
den Dorfbewohnern offenkundig
und das tragen sie ihrem
Dorfverwalter Kabylbek
regelmäßig
vor. Ihr Glaube an bessere
Zeiten ist schwach,
ebenso der Glaube an
einen gerechten Gott.
Ob Allah oder Jehova,
sie geben sich lieber
den irdischen Vergnügen
hin. Aber trotz Wehmut
und Klagen geht der
Alltag seinen Gang.
Und während die
einen es schaffen, stärker
davon zu profitieren,
bekommen die anderen
nur weniger ab. Umso
größer ist
die Überraschung
und Bestürzung,
als der Viehdieb Taschmat
von dem Dorfpolizisten
gestellt wird und Taschmat
sich ob der Demütigung
das Leben nimmt. Das
Gemeinschaftsgefüge
wird auf die Probe gestellt
und der Dorfvorsteher
versucht, sein Dorf
zusammenzuhalten.
Saratan – Hochsommer
erzählt episodenartig
aus dem Leben der Dorfbe-wohner
eines kleinen kirgisischen
Bergdorfes, über
zehn Jahre nach dem
Zusammenbruch der Sowjetunion.
Die tragisch-komischen
Geschichten handeln
von Politik und Religion,
Tradition und Moderne,
Stolz und Ehre - ein
Gleichnis zwischen der
„guten alten Zeit“
und der Zuversicht in
die Zukunft.
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