Inhalt
In ihrem Debüt-Dokumentarfilm
„Was lebst du?“
begleitet Bettina Braun
über zwei Jahre
lang mit der Kamera
eine in Köln lebende
Gruppe muslimischer
Freunde im Alter zwischen
16 und 20 Jahren. Sie
dokumentiert den Alltag
der jungen Männer
zwischen Schule und
Ausbildung, traditionellem
Elternhaus und westlichem
Lebensstil, klischee-hafter
Selbstdarstellung und
eigenen Träumen.
Die vier Freunde Ali,
Kais, Ertan und Alban
gehören zu einer
Gruppe von Jugendlichen,
die unser Alltagsbild
mitprägen und von
denen es Hunderttausende
in Deutschland gibt.
Trotzdem kommen wir
im täglichen Leben
selten näher mit
ihnen in Berührung.
Durch Machogehabe und
Sprücheklopferei
bestätigen sie
Vorurteile, die wir
kaum hinterfragen. Doch
auf den zweiten Blick
durchbrechen sie diese
Klischees. Selbstinszenierung
und Posen fallen, werden
selbstironisch auf die
Schippe genommen. Zu
Tage tritt das konfliktbeladene,
aber auch warmherzige
und tiefgründige
Wesen der Jugendlichen.
Ihr Treffpunkt ist das
Kölner Jugendzentrum
„Klingelpütz“,
wo sie bereits in früher
Kindheit ein zweites
Zuhause gefunden haben.
Die vier jungen Männer
stammen aus marokkanischen,
tunesischen, türkischen
und albanischen Familien.
Das Zusammengehörigkeitsgefühl,
das sie als eine in
Deutschland lebende
Minderheit verbindet,
ist jedoch stärker
als alle ihre Differenzen.
Loyalität und gegenseitiger
Respekt bestimmen den
Umgang, auch wenn der
Ton oft rau und direkt
ist.
Bettina Braun, Absolventin
der Kölner Kunsthochschule
für Medien, zeigt
in einer Mischung aus
großer Nähe
und diskreter Distanz
die Entwicklung ihrer
jungen Protagonisten
in einem unbekannten
Alltag in Deutschland
und sie begleitet die
Jugendlichen auf der
Schwelle stehen zwischen
dem, was sie als Kinder
waren und was sie als
Erwachsene sein werden.
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