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Am 12. April 1945 entfernen
sich 10 polnische Soldaten
im ostholländischen
Emmen unerlaubt von
der Truppe; sie haben
gerüchteweise gehört,
dass irgendwo in der
Nähe ein polnisches
Frauenlager unter deutscher
Kontrolle existieren
soll. Nach kurzer wilder
Fahrt durch das Moor
stoßen die 10
in der Tat auf ein Lager,
„befreien“
es und treffen 1.726
Kombattantinnen des
Warschauer Aufstands,
die sich dort seit Ende
1944 aufhalten. Unter
einer relativ liberalen
Lagerleitung gelang
es ihnen, ein Selbstverwaltungsmodell
zu verwirklichen, dass
sie einer der größten
konspirativen Unter-nehmungen
der Weltgeschichte abgeguckt
hatten – dem polnischen
Untergrundstaat. Die
Verteilung von Lebensmitteln
nach Bedürftigkeit,
medizinische Versorgung,
Schul- und Universitätsausbildung
standen in eigener Obhut.
Die einsamen Abende
im Moor wurden mit Theateraufführungen,
literarischen Lesungen,
Volkstänzen etc.
ausgefüllt. Viele
der Frauen fühlten
sich von ihren Verbündeten
verraten, heimatlos;
sie wollten nicht zurück
nach Polen, wo ein sowjet-russisches
Marionettenregime herrschte.
Es scheint, als ob paradoxerweise
das Lager ihre einzige
Heimat gewesen sei.
Zahlreiche Zeitzeuginnen
werden in diesem Dokumentarfilm
ihre Erlebnisse in dem
Lager reflektieren.
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